HUNDEUNTERSTÜTZTES COACHING - DAS IST EINE BEZIEHUNG AUF AUGENHÖHE UND EIN CO-COACH AUF VIER BEINEN...

Es ist nicht immer einfach über seine Gefühle und Wünsche zu reden, ein Herzensöffner mit vier Pfoten, Knubbelnase und weichem Fell hilft auf jeden Fall dabei.

 

 

Die Hauptarbeit der Coachinghunde besteht darin den Kunden auf Beziehungsebene wahr zu nehmen und zu spiegeln. Jeder Hund lernt automatisch von klein auf, seinen Menschen zu verstehen und anhand seiner Körperhaltung, Stimme usw. zu „lesen“. Der Coachinghund hat diese Fähigkeit weiterentwickelt und gelernt Co-Coach zu sein. Er spiegelt im Coaching das Verhalten des Kunden und zeigt unmissverständlich, wenn das Äussere nicht zum Inneren passt und es Differenzen gibt. Die Aufgabe des Coaches ist es dann, diese Zeichen des Hundes zu entschlüsseln und dem Kunden Rückmeldung zu geben.  Im Teamwork ist es möglich, den Kunden bei der Selbstreflektion zu unterstützen, so dass er erkennen kann, wo sein verdecktes Potential und sein wahres Ich versteckt sind.

 

Coachinghunde sind aber viel mehr wie Spiegel in Hundegestalt, sie geben dem Coaching einen ganz speziellen Mehrwert. Die Hunde als Coach sind mit viel Präsenz dabei, fordern Aufmerksamkeit und klares Auftreten, spenden auf der anderen Seite aber auch Trost, Wärme und Zuversicht. Ihre charmante Art lässt den Kunden vieles besser annehmen, wie wenn es ein konventionelles Coaching nur zwischen Kunde und Coach wäre. Die Hunde als Co-Coaches erleichtern es den Kunden sich zu öffnen und freier zu sein für den Prozess, zusammen, in einer Beziehung respektvoll verbunden und im Coachingteam gut aufgefangen, fällt die Ausarbeitung der persönlichen Veränderung leichter.

 

Gemeinsam wird dann auch der Transfer in den Alltag besprochen und gefestigt. Auch da zeigen uns sie Coaching Hunde recht deutlich, wenn der Kunde sich übernimmt und zuviel auf einem verändern möchte oder wenn es rundum stimmig ist.

Ich erinnere mich gut an eines meiner erstens Coachings im Team mit meiner Hündin Emy. Unser Kunde, nennen wir ihn Luca, war natürlich darüber informiert, dass Emy erst wenige Coachings absolviert hatte, also noch in der Lernphase war. Ich selbst wusste in dem Moment auch noch nicht, wie es funktionieren würde. Zu Beginn des hundeunterstützten Coachings arbeiteten wir vorallem mit kleinen Hindernissen und Aufgaben, die der Kunde zusammen mit dem Hund absolvieren sollte. Je nach Stresslevel des Kunden, funktionierte dies dann mehr oder weniger gut. Die Idee war zu sehen wie es dem Team bei der gemeinsamen Tätigkeit ging. Akzeptierte Emy Lucas’s Anweisungen oder hinterfragte sie jedes Wort, war sie freudig mit ihm unterwegs oder verhalten, gelang es ihm überhaupt eine Verbindung auf Augenhöhe mit ihr aufzubauen oder scheiterte es schon an der Kontaktaufnahme? Das alles ist mit Emotionen verbunden und diese spiegelte Emy dann an mich, den Coach, zurück.

 

Zu Beginn wartete Emy noch im Haus, ich führte erst ein ein längeres Gespräch mit Luca um seine Anliegen und Wünsche für die Veränderung zu klären und sein Ziel für die Sitzung zu erarbeiten. Als es dann darum ging Luca‘s Anliegen mit Emy zu bearbeiten, holte ich sie raus. Luca wollte als erstes den Slalom mit Emy probieren und rief sie zu sich. Meine kleine Punschkugel kann sehr eigenwillig sein, umso erstaunlicher war ihre Reaktion. Durch ihren Körper ging ein Ruck, sie straffte jede Faser und trabte zu ihm, ernsthaft interessiert und eifrig. Luca versuchte sie durch den einfachen Slalom zu führen. Die Hunde arbeiten ohne Leine, es geht also ganz um die Körperhaltung und Sprache, die der Kunde in dem Moment hat. Die Anfängliche Begeisterung legte sich schnell bei Emy, bei jeder Wendung wurde sie langsamer und fiel etwas weiter zurück, Luca probierte und probierte, übertraf sich selbst mit den besten Ideen und versuchte Emy so auszutricksen. Emy wollte nicht und ihre ursprüngliche Energie war einer mühseligen Trägheit gewichen.

 

Nach einiger Zeit fragte ich Luca, ob ihn diese Situation an etwas aus seinem Leben erinnere. Er überlegte lange und meinte dann kleinlaut, dass es ihn an seine Chefin erinnern würde. Er mache alles, um aufzufallen und sie für seine Taten zu begeistern, aber sie würde in etwa so reagieren wie Emy, die alles völlig unbeeindruckt lasse und er scheine die Chefin gar zu langweilen. Beim weiteren Gespräch kristallisierte sich raus, dass er gar keine Lust hatte auf seinen aktuellen Job, trotzdem versuchte er sich selbst besser in der Firma zu positionieren und erfolgreicher zu sein. Anstatt in Ruhe und auf sich selbst konzentriert zu arbeiten, suchte er nach Mitteln und Wegen, um jedem und insbesondere seiner Chefin zu zeigen, wie grossartig er wäre, wenn man ihn denn lassen würde. Seine Chefin, so meinte er, sähe ihn aber eher wie einen übermotivierten, talentfreien Störenfried.

 

Ich kann mich nicht mehr an seinen finalen Zielsatz erinnern, aber es ging darum, den Traumjob für sich zu finden und dann auch gezielt die Stelle zu wechseln. Es sollte eine Herausforderung sein, bei dem er seine kreative und seine soziale Seite ausleben konnte. Die ganze Zeit war Emy neben ihm gesessen, wohlwollend und interessiert wackelte sie zustimmend mit ihrem Kopf, ein typisches Mopsverhalten, trotzdem war es unglaublich unterstützend und erheiternd für Luca.

 

Als Abschluss absolvierte er wiederum den Slalom mit Coachinghund Emy, sie watschelte vergnügt neben ihm her und seine Schritte waren jetzt kleiner und langsamer, an Emy angepasst und ohne Hast.  Er war mühelos in der Lage, seine Herzensöffnerin durch den Slalom zu führen und Emy folgte ihm zufrieden und gelöst.

 

Als ich an diesem Abend, lange nach dem Coaching, mit meinen Hunden auf dem Sofa sass, wurde es mir bewusst: Mit dem hundeunterstützten Coaching war mir die Verbindung meines Lebenskonzeptes mit Hunden und meiner Arbeit als Coach und Kinesiologin gelungen. In Zukunft würden noch viele weitere Coaches von dem wundervollen Konzept profitieren können und viele weitere Hunde von Besitzern, die sich nicht mehr auf der Ebene von Befehls-Erteiler und Befehls-Empfänger bewegen wollen, sondern partnerschaftlich in einer Beziehung auf Augenhöhe mit ihrem Coaching Hund verbunden sein möchten.

Die Coachinghunde waren definitiv geboren.

 

Danke an Emy und Ari und alle meine Hunde vorher, die mich auf diesen Weg gebracht haben

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